Die Fans mussten einige Zeit warten und nun ist es endlich soweit, Liebhaber von „My Hero Academia“ werden endlich mit einer Fortsetzung des Animes in Form von Volumes beglückt. Diese sind seit geraumer Zeit nun verfügbar und bilden die Fortsetzung von Staffel 1. Während die Staffel 1 eher eine Einleitung in die Geschichte des Franchise ist, gelingt mit der zweiten Staffel eine gelungene Fortsetzung. Die Volumes sind als DVD oder als Blu-Ray käuflich, hierunter erschien die erste Volume der zweiten Staffel am 31. Mai 2019. Kommen wir nun zu meinem Review der zweiten Staffel und der Bewertung im Vergleich zu der ersten Staffel.

Zeig ihnen, dass DU jetzt hier bist!

Schon zu Ende der ersten Staffel überschlugen sich die Ereignisse auf der U.A., der Heldenakademie in Tokio. Der Schüler Izuku Midoriya hatte von seinem Lieblingshelden und Vorbild All Might dessen Fähigkeit „One for All“ erhalten. Diese Kraft versucht Izuku nun weitestgehend zu bändigen und trainiert diese stetig, aber bei Benutzung der Kraft verstümmelt er seinen Körper total, mit Knochenbrüchen. Während des Heldentrainings überschlugen sich die Ereignisse und die Klasse 1A wurde von Schurken angegriffen. Diese hatten das Ziel All Might, das Symbol des Friedens, zu vernichten. Die U.A. konnte mit gebündelter Kraft diesen Angriff abwehren. Die Ereignisse von Staffel 2 schließen an die Geschehnisse der ersten Staffel an. Nach dem Angriff auf die U.A. kündigte Herr Aizawa, der Lehrer der 1A, das Sportfest der Yuei an. Das Sportfest ist in My Hero Academia das größte sportlerische Event und löste die olympischen Spiele dort ab. Das Fest besteht aus drei Events, welche nacheinander stattfinden. Die Kontrahenten bilden hier jeweils die Schüler der Klassenstufen, diese sind unterteilt in Helden-, Allgemeine-, Supporter- und Managerfakultäten. Jede Fakultät legt hierbei eine andere Verhaltensweise ans Licht, den zum Sportfest zeigt ein jeder Schüler, welche Qualitäten dieser besitzt. Die baldigen Helden zeigen ihre Macken (so werden die Fähigkeiten im Manga genannt, und ebenfalls von mir, da ich mit den Begriffen des Manga eher vertraut bin). Die Allgemeine Fakultät hält sich eher bedeckt, sorgt aber später noch für Überraschungen. Die Supporter präsentieren ihre neuesten Entwürfe von Items, während die Managerfakultät eher einige Szenarien nachspielen, wie sie das Heldentum managen sollen.

© K. Horikoshi / Shueisha, My Hero Academia Project, KAZÉ Anime

Brülle, Sportfest!

Vor dem Sportfest kundschafteten die verschiedenen Fakultäten die Klasse 1A aus, da diese durch den Angriff der Schurken ins Rampenlicht des Sportfestes gerückt sind. Alle Schüler wetteifern nach der Spitze, ebenso Izuku Midoriya. Dieser führte vor dem Fest ein Gespräch mit All Might, dieser verlangt, dass Izuku der Welt zeigt, dass dieser das neue Symbol des Friedens wird. Mit dieser großen Herausforderung und dem Wunsch, an der Spitze zu stehen, betritt auch Izuku das Sportfest. Die Klasse 1A stachelt sich durch Kriegserklärungen zu Höchstleistungen an. Beim Start des Sportfestes entfacht Kacchan das Feuer aller Schüler erneut an durch seine arroganten und selbstsicheren Sprüche. Die verschiedenen Wettbewerbe des Sportfest bestimmt der Zufall, der erste Wettbewerb ist hierbei ein Hindernislauf. In diesem müssen die Schüler verschiedenste Aufgaben meistern und so schnell wie möglich das Ziel erreichen. Die Hindernisse bilden hierbei verschiedene Attribute, wie der 0-Punkte-Roboter aus der Aufnahmeprüfung, oder ein Minenfeld mit hunderten Minen. Da die Schüler hier ihre Macken einsetzen dürfen, kristallisieren sich sofort mehrere Schüler aus der Menge heraus. Angeführt wird das Feld aber von Shoto Todoroki, der Sohn von Endeavor und Musterschüler der 1A. Dieser nutzt seine Kraft Dinge einzufrieren aus, um sich einen großen Vorsprung zu schaffen. Kacchan ist ihm hierbei auf den Fersen, und versucht diesen dann in der letzen Hürde, dem Minenfeld anzugreifen und zu behindern. Während zwischen den beiden Schülern ein Duell ausbricht, nutzt Izuku eine Platte von einem Roboter, um Minen aus dem Boden zu graben. Er platziert alle auf eine Position und schleudert sich selbst mit der Platte auf die Minen. Durch die Explosion gelingt Izuku die Führung. Als Izuku langsamer wird, legen Kacchan und Shoto ihr Duell nieder und greifen Izuku an, dieser verhindert einen gelingenden Angriff durch das Aufschlagen der Platte auf den Boden. Durch die Minen wird er erneut nach vorne geschleudert, so dass ihm der Sieg des ersten Wettbewerbes gelingt.

© K. Horikoshi / Shueisha, My Hero Academia Project, KAZÉ Anime

Für den zweiten Wettkampf finden mehrere Neuerungen statt. Basierend auf den Platzierungen des ersten Wettkampfs, den Hindernislauf, erhalten die Schüler ein Stirnband, auf welchen sich eine Zahl befindet. Der Wettkampf wird als Reiterkampf stattfinden, in dem mehrere Schüler sich zusammentun müssen, um eine Reitkonstellation zu erstellen. Dort müssen drei Schüler als Pferd fungieren und den vierten Schüler, den Reiter, zu transportieren. Da Izuku den Hindernislauf gewonnen hat, erhält dieser das Stirnband mit 10 Millionen Punkten. Ziel im Reitkampf ist es, möglichst viele Punkte zu sammeln, indem man die Stirnbänder seinen Kontrahenten entreißt. Da Izuku eine gigantische Punktzahl hat im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern, sehen alle Teilnehmer die Chance zu gewinnen, sofern sie Izuku um dessen Stirnband erleichtern. Trotzdem findet dieser mit Ochako, Mei und Fumikage eine geeignete Konstellation, da diese nicht nur Zugriff auf Support-Items haben, sondern durch Ochako schweben können und Fumikage offensiv und defensiv genutzt werden kann durch seine Fähigkeiten. Ursprünglich wollte Izuku aber als „Vorderes Pferd“ seinen Freund Tenya haben, dieser sieht in ihm aber auch einen Rivalen und hat ein anderes Team gewählt. Dieses Team tritt gegen Izuku’s Team in den letzten Minuten an. In Tenya’s Team befinden sich nicht nur Denki und Momo, sondern auch der Musterschüler Shoto. Kaum hat der Wettkampf angefangen, gerät Izuku stark unter Druck, da jeder sein Stirnband möchte und ein Verteidigungskampf beginnt. Sie nutzen die Kombination aus den Raketenstiefeln von Mei und Ochakos Fähigkeit, diese schweben zu lassen, so ist es ihnen möglich den meisten Angriffen auszuweichen. Gegen Ende des Wettkampfs gelang es Shoto aber, dass Stirnband zu krallen.

Nach der Übernahme von Shoto versucht Team Izuku das Stirnband zurückzuholen, aber sie scheitern und die Endsirene ertönt. Fumikage sorgt dann doch für eine Überraschung, da Shoto unachtsam war und dieser ein Band erwischt hat, welches dem Team doch noch einige Punkte gegeben hat. Die Bestplatzierten des Reitkampfs treten dann in der finalen Disziplin an, dem direkten Duellen. Die Duelle finden dann in Volume 2 statt, dort treten die Schüler in 1-gegen-1-Kämpfen gegeneinander an. Wer wohl diese Disziplin gewinnen wird?

Man sieht, in dieser Volume geht es hauptsächlich um den ersten Teil des Sportfests. Weiterführend zur ersten Staffel finden natürlich auch hier Erklärungen der Macken statt. Zusätzlich wird die Klasse 1-B vorgestellt, die Parallelklasse der Helden der 1-A. Trotz Einführung wurde aber trotzdem vorerst nur ein kleiner Teil der Parallelklasse vorgestellt. Neben der 1-B fanden natürlich auch Charakterentwicklungen statt, die sich stark beim Zuschauen bemerkbar machten. So sieht man, dass Izuku langsam, aber stetig, an Selbstvertrauen gewinnt, verbunden damit, dass er weiterhin versucht sich One for All anzueignen. Aber auch Tenya zeigte eindrucksvoll, dass dieser ebenfalls in Izuku einen Gegner sieht, und diesen schlagen will. Interessant ist ebenfalls die Entwicklung von Bakugo. Dieser zeigte sich sonst sehr selbstsicher und zeigte dies durch selbstgefälliges Lachen. Während dem Sportfest zeigte dieser aber eine ernste Miene, da auch dieser langsam einsieht, dass er noch viel lernen muss, um ein Profiheld zu werden.

Bild und Animation

Die visuellen Eigenschaften waren in der ersten Staffel sehr gut gewesen. Verglichen mit der jetzigen Volume, würde ich aber die 2. Staffel auf ähnlicher Höhe ansetzen wollen. Verschiedene Menschenmengen brillieren durch verschiedene Designs, die nicht dem typischen Einheitsbrei ähneln. Es ist damit schwerer, zu sehen welche Charaktere im Anime relevant werden, aber genau diese Spannung braucht es. Die Charakter sind gut designed und auch die Hintergründe sehen in Ordnung aus. Ebenso muss man sagen, dass das Bild in HD auf der Blu-Ray wirklich fantastisch aussieht, wirklich ein Genuss für das Auge.

© K. Horikoshi / Shueisha, My Hero Academia Project, KAZÉ Anime

Ton und Synchronisation

Erneut muss man der Synchronisation Lob erteilen, die Stimmlagen reichen von Schreien, bis Gedankenmonologe. Die Stimmen passen gut zu den Charakteren und fangen deren Emotionen gut ein. Ebenso die Kombination mit den bekannten Liedern von My Hero Academia untermalen die Stimmung der Szenen sehr gut. Mit den Karster G&G Studios, die bereits für „Fullmetal Alchemist“ synchronisiert haben, haben sich für My Hero Academia einige hochwertige Sprecher gefunden. Izuku wird von Sebastian Fitzner gesprochen, dessen Stimme passt wunderbar zu ihm und verpasst ihm einen unschuldigen Flair, zusätzlich in der Volume aber auch den viel denkenden Deku. Mit Matti Klemm hat All Might ebenfalls eine sehr passende Stimme erhalten. Dieser hat eine etwas tiefere Stimme und verschmilzt förmlich mit All Might, passt aber erschreckenderweise auch zum kleinen schmächtigen All Might. Ebenso erwähnenswert waren die Stimmen von Eijiro, Shoto, aber auch von Tenya. Diese hatten einige Stellen, wo sie ihre Stimmen präsentieren konnten.

Physische Umsetzung

An der physischen Umsetzung hat sich nichts geändert, im Vergleich zur Umsetzung der ersten Staffel. Die Umsetzung der Volumes gefällt mir sehr gut, das FSK-Siegel ist nur auf der Folie aufgeklebt und bedeckt nicht die Hülle als solche. Die Hülle zeigt unseren Heldenschüler Shoto Todoroki mit einem spotlackiertem Schriftzug. Das Material fühlt sich hochwertig an und ist robust. Besonders entzückt war ich von dem beiliegenden Extras, neben einer Character Card von Shoto und einem Sticker lag auch noch ein Booklet bei, in diesem sind einige Skizzen der Hauptcharaktere zu sehen, sehr schön für Fans des Franchise. Man kann sich die Hülle ohne Hintergedanken ins Regal stellen, neben den bald folgenden weiteren Volumes. Zusätzlich gibt es für die Volumes der zweiten Staffel einen Sammelschuber, in dem die Volumes der Staffel einheitlich untergebracht werden können, wie ich finde ein netter Zusatz.

Fazit

Das erste Volume der zweiten Staffel ist mit dem Beginn des Sportfests der Anfang des großen Arcs. Der Anime hat nicht an Unterhaltung verloren, auch wenn es nicht typisch um Duelle, im Sinne von Einzelkämpfen, geht. Der Anime weiß seinen Zuschauer zu begeistern und animiert, die weiteren Folgen zu sehen. Ebenso erwähnenswert ist der weitere Verlauf der Geschichte, da nun die Einleitung mit der ersten Staffel abgeschlossen ist, geht es nun über in weitere Arcs mit verschiedenen Charakterentwicklungen und späteren Plottwists. Ebenso ist die Botschaft der Helden „Weiter immer weiter, Plus Ultra“, welches eine relativ amerikanische Ausdrucksweise darstellt, die ermutigt niemals aufzugeben, ähnlich angehaucht wie zum Beispiel Dragon Ball. Kritikpunkt sind im Vergleich natürlich wieder die Preiskonstellationen, die Volumes bieten einige Sachen an, wie Booklet, oder sogar Sticker. Aber mit ca. 40€ für rund zwei Stunden ist das Verhältnis natürlich schwierig. Ziehen wir einen kleinen Vergleich mit Dragon Ball Super, dort kostet als Beispiel die erste Blu-Ray Box zwar ca. 50€ (Neupreis bei Amazon.de), doch hat man dafür mit 17 Episoden eine Laufzeit von fast 400 Minuten. Abschließend kann man aber trotzdem sagen, dass es für absolute Fans wirklich fantastische Volumes sind. Als Neuling würde ich aber trotzdem den Manga empfehlen, da dieser nicht nur preislich niedriger angesetzt ist, sondern auch als Vorlage für den Anime dient.

 

Produktinformationen:

Format: Dolby, PAL, Surround-Sound
Sprache: Japanese (Dolby Digital 2.0), German (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Region: Region B/2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: KAZÉ Anime (AV Visionen)
Erscheinungstermin: 31. Mai 2019
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 125 Minuten

Handlung: 

Der junge Izuku Midoriya hat nur einen Traum: Er möchte eines Tages ein Superheld werden – genau wie sein großes Idol All Might! Nachdem er die Spezialität seines Vorbilds tatsächlich geerbt hat und in die Superhelden-Abteilung der Yuei-Oberschule aufgenommen wurde, steht nun das Sportfest vor der Tür: das größte Ereignis des Superheldenjahres! Vor unzähligen Zuschauern und der versammelten Presse soll Izuku möglichst viel Eindruck schinden, vor allem, da die Klasse 1-A nach dem Schurkenangriff besonders im Blickfeld der Öffentlichkeit steht. Beim Hindernislauf geht es unter Einsatz aller Fähigkeiten bereits ordentlich zur Sache. Ganz vorn dabei sind natürlich Katsuki und Shoto, die unbedingt die zweite Runde erreichen wollen. Doch beim Reiterkampf steigt der Druck noch weiter – denn plötzlich machen alle Jagd auf Izuku!

Weiter und immer weiter: Mit Action, Humor und Coolness im Stil des gleichnamigen Mangas geht es den Schurken auch in Staffel zwei an den Kragen – animiert von Studio Bones (Eureka Seven, Ouran High School Host Club). Plus Ultra! (Quelle: Amazon.de)

83%
83%
Genial

Kurzfassung

In einer Welt, in dem das Paranormale zur Normalität geworden ist, begleiten wir den jungen Schüler Izuku auf dem Weg zu seinem Weg zum Profihelden. 80% der Bevölkerung besitzen eine Spezialität, Izuku gehört hierbei leider der Minderheit an. Durch ein schicksalhaftes Treffen mit seinem Idol, All Might, verleiht dieser den jungen Midoriya seine Spezialität. Diese versucht sich Izuku nun zu Eigen zu machen. Am Anfang der zweiten Staffel beginnt das Sportfest der Yuei, das größte sportliche Event in ganz Japan. Neben einem Hindernislauf findet auch ein Reitkampf statt. Wird es Izuku gelingen, die angestrebte Spitze zu erreichen?

  • Handlung
    8
  • Zeichnung
    8
  • Animation
    7
  • Soundtrack
    10
  • Unterhaltung
    8.5
  • User Ratings (0 Votes)
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About Author

Als kleiner Junge habe ich mich schon für Anime und Manga interessiert. Im Alter von 7 Jahren habe ich meinen ersten Animefilm geschaut mit dem Namen "11 hungrige Katzen" von 1980. Schon damals hat mich der japanische Stil stark angesprochen und auch inspiriert, selber zu zeichnen, sodass ich mich nun dafür entschied ein eigenes Anime-Projekt zu starten. Lieblings-Anime: Steins;Gate - One Piece - Dragonball - Promised Neverland - Ranma ½

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